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Madeira Urlaub

Steilküste Madeira

Trauminsel Madeira

Eindrucksvolle Berge, wilde Steilküsten, prachtvolle Gärten und imposante Herrenhäuser sind die Zutaten für einen unvergesslichen Aufenthalt auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira. Madeira ist ein Paradies mit exotischen Pflanzen und gleichmäßig milden Temperaturen. Ob Golfen, Wandern, Ausspannen oder Shoppen in der Hauptstadt Funchal – für jeden ist etwas dabei.Vulkane haben eine Landschaft mit Hoch- und Mittelgebirgen geschaffen, und zusammen mit der prächtigen Fauna und Flora ist die Insel ein Naturparadies. Wo man auch hinschaut, überall gibt es grüne Berge, terrassierte Flächen und tiefe Schluchten.

Madeira – Urlaub für die Seele

In einer Zeit, in der das Leben immer schneller läuft, ein Termin den nächsten jagt und für viele kaum noch Gelegenheit bleibt, um innezuhalten, ist die Sehnsucht nach Entschleunigung groß.Einfach einmal die Seele baumeln lassen, seine Umgebung bewusst wahrnehmen und den Tag nehmen, wie er kommt, so stellen sich immer mehr Menschen den perfekten Urlaub vor.

Knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt und etwa 750 km vor der marokkanischen Küste im Atlantik gelegen, befindet sich Madeira. Auf einer Fläche, die ein bisschen kleiner als die von Berlin ist, wohnen gerade einmal  etwas mehr als  260000 Menschen. Der Anflug bietet noch einmal Raum für Aufregung, denn der Flughafen ist anspruchsvoll. Piloten dürfen hier nur landen, wenn sie eine spezielle Schulung erhalten haben. Die Landebahn ist kurz und Fallwinde können tückisch wirken. Als Reisegast merkt man jedoch kaum etwas, sondern kann die spektakuläre Landung auf der Bahn, die zum Teil ins Meer gebaut ist, genießen.Die Flugzeit nach Madeira beträgt ungefähr vier Stunden. Condor fliegt einmal wöchentlich nonstop von Berlin, München oder Frankfurt nach Funchal. Mietwagen gibt es ab circa 130,00 Euro die Woche.

Mit der Ankunft ticken die Uhren anders und das nicht nur, weil Madeira von Deutschland aus gesehen eine Stunde zurückliegt. Die ewig frühlingshafte Insel, die so grün ist, dass es wirkt, als sitze man in einem riesigen Gewächshaus, vermittelt ein simples Gefühl der Entspanntheit. Auch die jährlich ca. 1 Million Besucher, viele davon aus Großbritannien schaffen es nicht, Madeira die Ruhe zu nehmen. Selbstverständlich ist Funchal, die Hauptstadt quirlig und natürlich gibt es auch Clubs und Diskotheken. Doch hat sich die Insel ihre Natürlichkeit bewahrt und sich nicht verbogen für ihre Besucher. Auf der Insel wird man vergeblich nach Touristenmeilen mit Schlagercafés, überteuerten Souvenirläden und deutschen Bierbars suchen. Schon eher finden sich liebevoll eingerichtete Kneipen und gute Restaurants.

Die unzähligen Levadas – steinerne Bewässerungskanäle – durchziehen Madeira wie Lebensadern. Das Wasser, das sie führen, nimmt die Alltagshektik der Besucher mit und lässt Ruhe zurück. Auf den engen Wegen entlang der Levadas erleben Wanderer die üppige Natur der Insel. Die intensiven Farben unzähliger Blüten, der würzige Duft verschiedenste Kräuter, Farne und Moose und dazu Lorbeerbäume, die knorrige Äste gen Himmel strecken ,  die Insel betört und verführt. Zeit wird hier ein vernachlässigbares Gut. Wie die meisten Schönheiten ist jedoch auch Madeira oft anspruchsvoll. Es geht bergauf und bergab, enge Steige schlängeln sich entlang der Kanäle und unerfahrene Spaziergänger  spüren mitunter sehr schnell, dass die Liebreizende durchaus auch Krallen zeigen kann. Der Weg ist sehr schmal und nicht befestigt, der Abhang gefährlich nah, die Steigung brutal – man sollte sich also besser vorinformieren und nicht einfach drauflos wandern. Zum Glück gibt es ein offizielles Wandernetz und so findet jeder Besucher seinen perfekten Weg und sein perfektes Madeira.

Madeira kulinarisch

Was ist Schönheit ohne die Kunst, genießen zu können? Es ist wie ein Gemälde, dass niemand sieht. Madeira kann genießen. Schlicht und pur, ohne Geschnörkel. Espetada, zumeist Rindfleisch, auf einen Lorbeerzweig gespießt, mit Meersalz gewürzt, vielleicht noch ein Hauch Knoblauch und dann über offenem Feuer gegrillt, spiegelt die Seele der Insel wieder. Zart zergeht das Fleisch im Mund und lässt ein Lächeln im Gesicht zurück.

Oder Espada, der schwarze Degenfisch. Fischer holen ihn aus über 1000 Metern Meerestiefe ans Licht. Sein Geschmack ist edel und dezent. Er wird mit gegrillter Banane serviert und durch die Süße perfekt ergänzt. So einfach, so fantastisch. Wie Madeira.

Abends dann, bei einem Glas kräftigen Rotwein, blickt der Besucher der Sonne zu, die langsam versinkt. Er atmet tief ein und spürt die Ruhe, die die Insel ausstrahlt und unweigerlich kommt ihm Joseph von Eichendorffs bekanntester Vers in den Sinn. Und es wird klar, was der Mann vor fast 180 Jahren gemeint hat, als er dichtete:

„Und meine Seele spannte

Weit ihre Flügel aus,

Flog durch die stillen Lande,

Als flöge sie nach Haus“

Aktivitäten auf Madeira

Madeira Ostküste

Natur pur auf Madeira

Herrliche Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden laden entweder zu gemütlichen Wanderungen entlang der Bewässerungskanäle (Levadas) oder zu Hochgebirgstouren ein. Danach ist auf jeden Fall ein Restaurantbesuch mit köstlichen Inselspezialitäten empfehlenswert.

Der wilde Norden lässt sich auf der Fahrt entlang der traumhaften Küstenstraße erkunden. Die Strecke wird nicht gewartet, ist daher abenteuerlich und an vielen Stellen sogar gesperrt. Hinweistafeln warnen, dass die Befahrung auf eigenes Risiko erfolgt. In einem der wenigen Täler der Nordküste liegt das kleine Örtchen São Vicente mit seinen beeindruckenden Grotten, deren Jahrtausende alte Tunnelsysteme durch das Vulkangestein führen.

Das Fischerdorf Porto Moniz am nordwestlichsten Ende von Madeira ist eines der schönsten Dörfer der Insel und mit seinen Meerwasserbecken ein Wellnessparadies. Oder es bietet sich ein Spaziergang entlang der Promenade zur alten Festung an. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente als Schutz vor Piraten.

Im Aquário da Madeira kann die atlantische Unterwasserwelt bewundert werden, die ebenso wie die küstennahen Riffe zu einem Unterwasser-Nationalpark gehören. Wegen des warmen Golfstroms wird eine beeindruckende Artenvielfalt geboten, die auch viele Taucher nach Madeira lockt.

Tourismus gibt es eher im Süden mit der Hauptstadt Funchal. Mit circa 125.000 Einwohnern ist die Metropole die einzige Stadt auf der Insel. Der Hafen wird von der Altstadt eingerahmt. Dort bietet sich ein Besuch der Markthallen an, wo zahlreiche Blumen bestaunt und exotische Früchte ausgiebig gekostet werden können. Beliebte Souvenirs sind der bekannte Madeirawein sowie die herrlichen Stickereien, die es überall zu kaufen gibt.

Eine Seilbahn führt hinauf in den Stadtteil Monte, vorbei an der Wallfahrtskirche der Inselpatronin Nossa Senhora do Monte. Zu ihren Ehren gibt es alljährlich am 15. August eine Prozession. Die Rückfahrt findet in traditionellen Korbschlitten statt, die von Carreiros, den weiß gekleideten Schlitten-Lenkern mit Strohhut, ins Tal gelenkt werden.

Ebenfalls sehenswert ist der Orchideengarten der Familie Pregetter aus Österreich. Er liegt unterhalb des botanischen Gartens von Funchal. Auch das Anwesen der Familie Blandy oberhalb von Funchal lädt zum Spaziergang ein. Die Blumen leuchten in allen Farben und wurden von der Familie aus aller Welt zusammengetragen.

Kilometerlange Sandstrände bietet die kleine Nachbarinsel Porto Santo, die täglich mit der Fähre ab Funchal angefahren wird.

Im Norden von Madeira regnet es häufiger, im Süden ist es sonnig und trocken. Die Temperaturen liegen von Mai bis Oktober zwischen 20 und 24 Grad.

Madeira bietet eine gepflegte Hotelkultur. Ausgesprochen stilvoll lässt es sich in Quintas, ehemaligen Herrenhäusern, die zu Hotels umgebaut wurden, wohnen.

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